Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Projektnummer 499392530
Hendrikje Alpermann stellt ihre Forschungsarbeit Buildings on Standby zu den seit 20 Jahren leerstehenden Hochhausscheiben in Halle-Neustadt vor. Sie beschreibt sie als Orte ungewisser Zukunft, an denen die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Stadtplanung nach dem Sozialismus neu verhandelt werden. Die Häuser befinden sich in einem Standby-Modus – einem Zustand zukunftsorientierter Verfügbarkeit und eines umkämpften Raums zwischen Stilllegung und Reaktivierung. An der Schnittstelle von Akteur-Netzwerk-Theorie und ethnografischer Stadtforschung untersucht Alpermann diesen Zustand in seinen zeitlichen, materiellen und politischen Dimensionen. Sie zeigt, dass Gebäude im Leerlauf viel Energie verbrauchen, Risiken bergen und zum Verhandlungsinstrument für Verantwortung und Vertrauen in städtische Transformationsprozesse.
Im Anschluss an den Vortrag gibt es ein Gespräch mit Lena Hecker vom Heritage Zentrum der Bauhaus-Universität Weimar.
Hendrikje Alpermann ist eine interdisziplinäre Stadtforscherin. Sie war am Leibniz-Institut für Gesellschafts- und Raumforschung tätig und promovierte 2023 an der Universität Lausanne. Sie war Mitorganisatorin des transdisziplinären Festivals „wohn_komplex“ anlässlich des 60-jährigen Jubiläums von Halle-Neustadt und arbeitet derzeit als Forschungskoordinatorin an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Buchvorstellung »Buildings on Standby«, Hendrikje Alpermann
03.05.2026, 18:30
Begrüßung: Michael Kraus, M BOOKS
Buchvorstellung: Hendrikje Alpermann (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften)
Gespräch: Lena Hecker (Professur Stadtplanung, Bauhaus-Universität Weimar)
Moderation: Daniela Zupan (Professorin European Cities and Urban Heritage, Bauhaus-Universität Weimar)
M BOOKS | Buchhandlung und Galerie für Architektur und benachbarte Disziplinen, Marktstraße 16, 99423 Weimar
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Debating Heritage“ am Internationalen Heritage-Zentrum der Bauhaus-Universität Weimar.
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Projektnummer 499392530
Hendrikje Alpermann stellt ihre Forschungsarbeit Buildings on Standby zu den seit 20 Jahren leerstehenden Hochhausscheiben in Halle-Neustadt vor. Sie beschreibt sie als Orte ungewisser Zukunft, an denen die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Stadtplanung nach dem Sozialismus neu verhandelt werden. Die Häuser befinden sich in einem Standby-Modus – einem Zustand zukunftsorientierter Verfügbarkeit und eines umkämpften Raums zwischen Stilllegung und Reaktivierung. An der Schnittstelle von Akteur-Netzwerk-Theorie und ethnografischer Stadtforschung untersucht Alpermann diesen Zustand in seinen zeitlichen, materiellen und politischen Dimensionen. Sie zeigt, dass Gebäude im Leerlauf viel Energie verbrauchen, Risiken bergen und zum Verhandlungsinstrument für Verantwortung und Vertrauen in städtische Transformationsprozesse.
Im Anschluss an den Vortrag gibt es ein Gespräch mit Lena Hecker vom Heritage Zentrum der Bauhaus-Universität Weimar.
Hendrikje Alpermann ist eine interdisziplinäre Stadtforscherin. Sie war am Leibniz-Institut für Gesellschafts- und Raumforschung tätig und promovierte 2023 an der Universität Lausanne. Sie war Mitorganisatorin des transdisziplinären Festivals „wohn_komplex“ anlässlich des 60-jährigen Jubiläums von Halle-Neustadt und arbeitet derzeit als Forschungskoordinatorin an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Informationen zum Buch hier.
Titelbild: Hochhausscheiben A—E. Fotografie: Dorenkamp 1974. Bauverein Halle & Leuna, Geschichtswerkstatt Halle-Neustadt