Begrüßung: Michael Kraus, M BOOKS
Buchvorstellung: Ute Richter
M BOOKS | Buchhandlung und Galerie für Architektur und benachbarte Disziplinen, Marktstraße 16, 99423 Weimar
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Die Schule der Arbeit war ein Modellprojekt der Arbeiterbildung unter Leitung von Gertrud Hermes (1872–1942). Mit dem Neubau des Architekten Johannes Niemeyer (1889–1980) entstand 1928 in Leipzig ein moderner Ort, der für das gemeinsame Leben und Lernen junger Arbeiter geplant wurde. Der Überfall durch die SA im Frühjahr 1933 und die Beschlagnahmung des Gebäudes durch die Nationalsozialisten beendeten das Bildungsprojekt. Prototyp 1928–33 entstand nach umfangreichen Archivrecherchen der Künstlerin Ute Richter. Im Buch werden dem historischen Bildmaterial des vergessenen Gebäudes Zitate junger Arbeiter gegenübergestellt, um die Bildungsinhalte mit dem Raumkonzept des Neubaus zu verbinden. Aktenauszüge ergänzen Texte zur historischen Situation und zur künstlerischen Aneignung. Prototyp 1928–33 zeigt, was Bildung für den Erhalt demokratischer Strukturen bedeutet und verweist gleichzeitig auf ein fehlendes emanzipatorisches Projekt der Gegenwart.
Im Rahmen der Buchpräsentation zur Finissage der aktuellen Ausstellung »25+3. Die Schönsten bei M BOOKS« spricht die Künstlerin und Herausgeberin Ute Richter mit Michael Kraus (M BOOKS) über ihre Recherche und die Wiederentdeckung der Schule der Arbeit, über den künstlerischen Prozess und die folgende Vermittlungsarbeit in Form von Ausstellungen, Dokumentarfilm und Buch.
Ute Richter, *1964 in Dresden, ist Bildende Künstlerin und lebt in Leipzig.
Schule der Arbeit (1928–33) ist ein Forschungsprojekt der Künstlerin. 2022 entstand daraus der Film Gertrud oder Die Differenz (73 min), 2024 folgten mehrere Ausstellungen, unter anderem bei M BOOKS, und 2025 schließlich das Buch PROTOTYP 1928–33. Ute Richter arbeitet interdisziplinär mit Installation, Video, urbaner Intervention, Printmedien und Zeichnung. Ihre künstlerischen Recherchen entwickelt sie im Kontext von Alltag, urbanem Raum, Architektur und Erinnerung.
Buchvorstellung und Künstleringespräch »PROTOTYP 1928–33«, Ute Richter
31.01.2026, 16:00
Begrüßung: Michael Kraus, M BOOKS
Buchvorstellung: Ute Richter
M BOOKS | Buchhandlung und Galerie für Architektur und benachbarte Disziplinen, Marktstraße 16, 99423 Weimar
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Die Schule der Arbeit war ein Modellprojekt der Arbeiterbildung unter Leitung von Gertrud Hermes (1872–1942). Mit dem Neubau des Architekten Johannes Niemeyer (1889–1980) entstand 1928 in Leipzig ein moderner Ort, der für das gemeinsame Leben und Lernen junger Arbeiter geplant wurde. Der Überfall durch die SA im Frühjahr 1933 und die Beschlagnahmung des Gebäudes durch die Nationalsozialisten beendeten das Bildungsprojekt.
Prototyp 1928–33 entstand nach umfangreichen Archivrecherchen der Künstlerin Ute Richter. Im Buch werden dem historischen Bildmaterial des vergessenen Gebäudes Zitate junger Arbeiter gegenübergestellt, um die Bildungsinhalte mit dem Raumkonzept des Neubaus zu verbinden. Aktenauszüge ergänzen Texte zur historischen Situation und zur künstlerischen Aneignung. Prototyp 1928–33 zeigt, was Bildung für den Erhalt demokratischer Strukturen bedeutet und verweist gleichzeitig auf ein fehlendes emanzipatorisches Projekt der Gegenwart.
Im Rahmen der Buchpräsentation zur Finissage der aktuellen Ausstellung »25+3. Die Schönsten bei M BOOKS« spricht die Künstlerin und Herausgeberin Ute Richter mit Michael Kraus (M BOOKS) über ihre Recherche und die Wiederentdeckung der Schule der Arbeit, über den künstlerischen Prozess und die folgende Vermittlungsarbeit in Form von Ausstellungen, Dokumentarfilm und Buch.
Ute Richter, *1964 in Dresden, ist Bildende Künstlerin und lebt in Leipzig.
Schule der Arbeit (1928–33) ist ein Forschungsprojekt der Künstlerin. 2022 entstand daraus der Film Gertrud oder Die Differenz (73 min), 2024 folgten mehrere Ausstellungen, unter anderem bei M BOOKS, und 2025 schließlich das Buch PROTOTYP 1928–33. Ute Richter arbeitet interdisziplinär mit Installation, Video, urbaner Intervention, Printmedien und Zeichnung. Ihre künstlerischen Recherchen entwickelt sie im Kontext von Alltag, urbanem Raum, Architektur und Erinnerung.
Informationen zum Buch hier.