M BOOKS | Buchhandlung und Galerie für Architektur und benachbarte Disziplinen, Marktstraße 16, 99423 Weimar
01.07.2026 – 05.07.2026
Öffnungszeiten / Opening hours
Mi / Wed – Fr 12 – 18 Uhr
Sa / Sat 10 – 18 Uhr
So / Sun 12 – 18 Uhr
Bitte beachten Sie die individuellen Veranstaltungszeiten! / Please note the individual event times!
Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. / Admission to the events is free.
Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten ohne Voranmeldung besucht werden. Der Eintritt ist frei. / The exhibition can be visited during opening hours without prior appointment. Admission is free.
“There is no such thing as an empty space or an empty time. There is always something to see, something to hear. In fact, try as we may to make a silence, we cannot.”
― John Cage, Silence: Lectures and Writings
Unter dem Titel »Modulationen« zeigt die Ausstellung Paula Jänigs zeichnerische Arbeiten der Serie »op. 2«.
Soll Klang lesbar werden, ist er an Notation, an Partitur – an Schrift gebunden. Ist es aber möglich Klangliches graphisch zu extrahieren und dennoch der Schrift zu entbinden? Die Serie »Op. 2 Nr. 1–11« (2025–2026) setzt sich aus verdichteten, linearen Rhythmen zusammen, sich bewegend zwischen pflanzlichem Geflecht und kartografischer Oberfläche. Die Linie erscheint dabei nicht als konturierendes Element, sondern als Instrument der Annäherung, sich einlassend auf das Sehen, auf Bewegung, auf Dauer, auf ein stilles, hörendes Beobachten des Zeichenstiftes auf dem Papier.
Under the title “Modulations,” the exhibition presents Paula Jänig’s drawings from the series “op. 2.”
If sound is to become legible, it is bound to notation, to a score — to writing. But is it possible to extract the auditory graphically while still freeing it from writing? The series “Op. 2 No. 1–11” (2025–2026) consists of condensed, linear rhythms, moving between a plant-like network and a cartographic surface. Here, the line does not appear as a contouring element, but as an instrument of approach, engaging with vision, with movement, with duration, with a quiet, listening observation of the drawing pen on the paper.
Paula Jänig, geboren 2003, Studium an der Bauhaus-Universität Weimar sowie Friedrich-Schiller-Universität Jena in den Bereichen Freie Kunst, Kunst und ihre Didaktik, Medienwissenschaft, Bildungswissenschaften und Latein; Texte wurden verfilmt, vertont, erschienen in der Kulturzeitschrift „unique“, sowie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung; Paula Jänig moderiert und kuratiert selbst Lesungen. »Modulationen« ist ihre Diplomausstellung und erste Einzelausstellung.
Paula Jänig, born in 2003, studied at the Bauhaus University Weimar and Friedrich Schiller University Jena in the fields of fine arts, art education, media studies, educational sciences, and Latin; her writings have been adapted for film and set to music, and have appeared in the cultural magazine “unique” as well as in the Frankfurter Allgemeine Zeitung; Paula Jänig hosts and curates her own readings. “Modulations” is her graduation exhibition and first solo exhibition.
Dienstag / Tuesday, 30. Mai / May 2026, 16 00 Uhr / 4 pm
Öffentliche Diplomverteidigung von / Public thesis defense by Paula Jänig
Dienstag / Tuesday, 30. Mai / May 2026, 19 00 Uhr / 7 pm
Vernissage mit / Opening with Paula Jänig
Begrüßung / Welcome: Michael Kraus, M BOOKS
Einführung / Introduction: Paula Jänig
Freitag / Friday, 03. Juli / July 2026, 19 00 Uhr / 7 pm
Lesung mit / Lecture Performancewith Julia Voss
»Natur und deutsche Geschichte. Glaube – Biologie – Macht«
mit Lea Marie Wittich und Karoline Schneider
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Lesereihe „In guter Nachbarschaft“ statt und wird gefördert durch die Literarische Gesellschaft Thüringen e.v.
Begrüßung / Welcome: Michael Kraus, M BOOKS
Moderation / Moderator: Paula Jänig
Julia Voss schreibt – über große Kunst oder das Große in der Kunst: Hilma af Klint, Wassily Kandinsky, die documenta, um nur einige zu nennen ..
Sie kuratierte die Doppelausstellung „Hilma af Klint und Wassily Kandinsky: Träume von der Zukunft“ in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, und war Co-Kuratorin der Ausstellung „documenta. Politik und Kunst“ (2021) im Deutschen Historischen Museum Berlin.
Jetzt zeigt das Deutsche Historische Museum die Ausstellung »Natur und deutsche Geschichte. Glaube – Biologie – Macht« und blickt dabei auf 800 Jahre Geschichte der regionalen Kulturlandschaften. Der Begriff der „Natur“ ist jünger als oft angenommen. Doch spätestens seitdem unsere Umwelten hochtechnisiert, virtuell und geformt erscheinen, erlebt der Begriff „Natur“ Konjunktur. Doch hält dieser Begriff, als romantischer Gegenentwurf, dem Sinn des „zurück zur Natur“ nicht stand. Die Natur beginnt nicht erst an den Außengrenzen der gebauten Architektur. Es wird ein Denken aktuell welches schon Hildegard von Bingen, formulierte. Nicht nur die Natur versorgt uns, auch wir stehen in der Verantwortung, Sorge zu tragen für das was uns umgibt. Der Bogen reicht von Hildegard von Bingens Begriff der »viriditas«, der grünen Schöpferkraft, im 12. Jahrhundert bis zur frühen Anti-Atomkraft-Bewegung in Wyhl und den unterschiedlichen Naturkonzepten in beiden Deutschlands im späten 20. Jahrhundert. »Natur« ist ein vielschichtiger und schillernder Begriff, der in der deutschen Geschichte überraschende Wandlungen durchlief.
Wer definiert, was als Natur gilt? Wer hat Zugriff darauf? Wie verändert sich, was als innere und äußere Natur verstanden wird? Und was passiert, wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten, auf die politische Handlungen erfolgen müssen?
Julia Voss ist Kunsthistorikerin, Kunstkritikerin, Kuratorin und seit 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Präsidium des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Zuvor war sie Co-Kuratorin der DHM-Ausstellung „documenta. Politik und Kunst“. Seit 2015 hat sie eine Honorarprofessur am Institut für Philosophie und Kunstwissenschaft an der Leuphana Universität in Lüneburg. Sie leitete das Kunstressort der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und war stellvertretende Feuilleton-Chefin.
Julia Voss is an art historian, art critic, curator, and, since 2021, a research associate on the Executive Board of the German Historical Museum in Berlin. Previously, she was co-curator of the DHM exhibition “documenta. Politics and Art.” Since 2015, she has held an honorary professorship at the Institute for Philosophy and Art History at Leuphana University in Lüneburg. She headed the art section of the Frankfurter Allgemeine Zeitung and served as deputy editor-in-chief of the arts and culture section.
Sonntag / Sunday, 5. Juli / July 2026, 18 00 Uhr / 6 pm
Konzert in der Ausstellung mit / Concert in the exhibition with Claudio Puntin
Klarinettist, Komponist, Musikproduzent, Goldschmied, Zeichner und Maler.
Claudio Puntin hat bereits in früher Kindheit seine Begeisterung für Improvisatorische Freiheit ausgelebt. Sein Sinn und Instinkt für musikalische Klang-Kostüme und Reaktionsschnelligkeit brachten ihn mit vielen kreativen Persönlichkeiten auch aussermusikalischen Genres zusammen. Er betrachtet das Teilen von künstlerischen Ideen und Lösungen als nachhaltigstes menschliches Tun. So kommuniziert er das Improvisieren als Schule für Bewusstsein und soziale Kompetenz und sieht in ihr das ehrlichste Werkzeug zur Planung und Gestaltung einer friedlichen Zukunfts-Kultur.
Clarinetist, composer, music producer, goldsmith, draftsman, and painter. Claudio Puntin has been expressing his passion for the freedom of improvisation since early childhood. His sense and instinct for musical textures and his quick reactions have brought him together with many creative personalities, even outside the realm of music. He regards the sharing of artistic ideas and solutions as the most sustainable human activity. Thus, he presents improvisation as a school for awareness and social competence and sees it as the most honest tool for planning and shaping a peaceful future culture.
»Modulationen. Zeichnung OP. 2 Nr. 1–9«, Paula Jänig
30.06.2026, 19:00
Vernissage mit / with Paula Jänig
M BOOKS | Buchhandlung und Galerie für Architektur und benachbarte Disziplinen, Marktstraße 16, 99423 Weimar
01.07.2026 – 05.07.2026
Öffnungszeiten / Opening hours
Mi / Wed – Fr 12 – 18 Uhr
Sa / Sat 10 – 18 Uhr
So / Sun 12 – 18 Uhr
Bitte beachten Sie die individuellen Veranstaltungszeiten! / Please note the individual event times!
Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. / Admission to the events is free.
Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten ohne Voranmeldung besucht werden. Der Eintritt ist frei. / The exhibition can be visited during opening hours without prior appointment. Admission is free.
“There is no such thing as an empty space or an empty time. There is always something to see, something to hear. In fact, try as we may to make a silence, we cannot.”
― John Cage, Silence: Lectures and Writings
Unter dem Titel »Modulationen« zeigt die Ausstellung Paula Jänigs zeichnerische Arbeiten der Serie »op. 2«.
Soll Klang lesbar werden, ist er an Notation, an Partitur – an Schrift gebunden. Ist es aber möglich Klangliches graphisch zu extrahieren und dennoch der Schrift zu entbinden? Die Serie »Op. 2 Nr. 1–11« (2025–2026) setzt sich aus verdichteten, linearen Rhythmen zusammen, sich bewegend zwischen pflanzlichem Geflecht und kartografischer Oberfläche. Die Linie erscheint dabei nicht als konturierendes Element, sondern als Instrument der Annäherung, sich einlassend auf das Sehen, auf Bewegung, auf Dauer, auf ein stilles, hörendes Beobachten des Zeichenstiftes auf dem Papier.
Under the title “Modulations,” the exhibition presents Paula Jänig’s drawings from the series “op. 2.”
If sound is to become legible, it is bound to notation, to a score — to writing. But is it possible to extract the auditory graphically while still freeing it from writing? The series “Op. 2 No. 1–11” (2025–2026) consists of condensed, linear rhythms, moving between a plant-like network and a cartographic surface. Here, the line does not appear as a contouring element, but as an instrument of approach, engaging with vision, with movement, with duration, with a quiet, listening observation of the drawing pen on the paper.
Paula Jänig, geboren 2003, Studium an der Bauhaus-Universität Weimar sowie Friedrich-Schiller-Universität Jena in den Bereichen Freie Kunst, Kunst und ihre Didaktik, Medienwissenschaft, Bildungswissenschaften und Latein; Texte wurden verfilmt, vertont, erschienen in der Kulturzeitschrift „unique“, sowie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung; Paula Jänig moderiert und kuratiert selbst Lesungen. »Modulationen« ist ihre Diplomausstellung und erste Einzelausstellung.
Paula Jänig, born in 2003, studied at the Bauhaus University Weimar and Friedrich Schiller University Jena in the fields of fine arts, art education, media studies, educational sciences, and Latin; her writings have been adapted for film and set to music, and have appeared in the cultural magazine “unique” as well as in the Frankfurter Allgemeine Zeitung; Paula Jänig hosts and curates her own readings. “Modulations” is her graduation exhibition and first solo exhibition.
Dienstag / Tuesday, 30. Mai / May 2026, 16 00 Uhr / 4 pm
Öffentliche Diplomverteidigung von / Public thesis defense by Paula Jänig
Dienstag / Tuesday, 30. Mai / May 2026, 19 00 Uhr / 7 pm
Vernissage mit / Opening with Paula Jänig
Begrüßung / Welcome: Michael Kraus, M BOOKS
Einführung / Introduction: Paula Jänig
Freitag / Friday, 03. Juli / July 2026, 19 00 Uhr / 7 pm
Lesung mit / Lecture Performance with Julia Voss
»Natur und deutsche Geschichte. Glaube – Biologie – Macht«
mit Lea Marie Wittich und Karoline Schneider
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Lesereihe „In guter Nachbarschaft“ statt und wird gefördert durch die Literarische Gesellschaft Thüringen e.v.
Begrüßung / Welcome: Michael Kraus, M BOOKS
Moderation / Moderator: Paula Jänig
Julia Voss schreibt – über große Kunst oder das Große in der Kunst: Hilma af Klint, Wassily Kandinsky, die documenta, um nur einige zu nennen ..
Sie kuratierte die Doppelausstellung „Hilma af Klint und Wassily Kandinsky: Träume von der Zukunft“ in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, und war Co-Kuratorin der Ausstellung „documenta. Politik und Kunst“ (2021) im Deutschen Historischen Museum Berlin.
Jetzt zeigt das Deutsche Historische Museum die Ausstellung »Natur und deutsche Geschichte. Glaube – Biologie – Macht« und blickt dabei auf 800 Jahre Geschichte der regionalen Kulturlandschaften. Der Begriff der „Natur“ ist jünger als oft angenommen. Doch spätestens seitdem unsere Umwelten hochtechnisiert, virtuell und geformt erscheinen, erlebt der Begriff „Natur“ Konjunktur. Doch hält dieser Begriff, als romantischer Gegenentwurf, dem Sinn des „zurück zur Natur“ nicht stand. Die Natur beginnt nicht erst an den Außengrenzen der gebauten Architektur. Es wird ein Denken aktuell welches schon Hildegard von Bingen, formulierte. Nicht nur die Natur versorgt uns, auch wir stehen in der Verantwortung, Sorge zu tragen für das was uns umgibt. Der Bogen reicht von Hildegard von Bingens Begriff der »viriditas«, der grünen Schöpferkraft, im 12. Jahrhundert bis zur frühen Anti-Atomkraft-Bewegung in Wyhl und den unterschiedlichen Naturkonzepten in beiden Deutschlands im späten 20. Jahrhundert. »Natur« ist ein vielschichtiger und schillernder Begriff, der in der deutschen Geschichte überraschende Wandlungen durchlief.
Wer definiert, was als Natur gilt? Wer hat Zugriff darauf? Wie verändert sich, was als innere und äußere Natur verstanden wird? Und was passiert, wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten, auf die politische Handlungen erfolgen müssen?
Julia Voss ist Kunsthistorikerin, Kunstkritikerin, Kuratorin und seit 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Präsidium des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Zuvor war sie Co-Kuratorin der DHM-Ausstellung „documenta. Politik und Kunst“. Seit 2015 hat sie eine Honorarprofessur am Institut für Philosophie und Kunstwissenschaft an der Leuphana Universität in Lüneburg. Sie leitete das Kunstressort der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und war stellvertretende Feuilleton-Chefin.
Julia Voss is an art historian, art critic, curator, and, since 2021, a research associate on the Executive Board of the German Historical Museum in Berlin. Previously, she was co-curator of the DHM exhibition “documenta. Politics and Art.” Since 2015, she has held an honorary professorship at the Institute for Philosophy and Art History at Leuphana University in Lüneburg. She headed the art section of the Frankfurter Allgemeine Zeitung and served as deputy editor-in-chief of the arts and culture section.
Sonntag / Sunday, 5. Juli / July 2026, 18 00 Uhr / 6 pm
Konzert in der Ausstellung mit / Concert in the exhibition with Claudio Puntin
Klarinettist, Komponist, Musikproduzent, Goldschmied, Zeichner und Maler.
Claudio Puntin hat bereits in früher Kindheit seine Begeisterung für Improvisatorische Freiheit ausgelebt. Sein Sinn und Instinkt für musikalische Klang-Kostüme und Reaktionsschnelligkeit brachten ihn mit vielen kreativen Persönlichkeiten auch aussermusikalischen Genres zusammen. Er betrachtet das Teilen von künstlerischen Ideen und Lösungen als nachhaltigstes menschliches Tun. So kommuniziert er das Improvisieren als Schule für Bewusstsein und soziale Kompetenz und sieht in ihr das ehrlichste Werkzeug zur Planung und Gestaltung einer friedlichen Zukunfts-Kultur.
Clarinetist, composer, music producer, goldsmith, draftsman, and painter.
Claudio Puntin has been expressing his passion for the freedom of improvisation since early childhood. His sense and instinct for musical textures and his quick reactions have brought him together with many creative personalities, even outside the realm of music. He regards the sharing of artistic ideas and solutions as the most sustainable human activity. Thus, he presents improvisation as a school for awareness and social competence and sees it as the most honest tool for planning and shaping a peaceful future culture.