Die Medienberichterstattung über japanische Architektur wurde in den letzten zwanzig Jahren weitgehend von den Werken von SANAA, Sou Fujimoto, Jun’ya Ishigami und ihren Zeitgenossen dominiert. Ihre gekonnt gestalteten, ätherischen weißen Räume und Strukturen haben sich als gut geeignet erwiesen, um in einer zunehmend visuellen Kultur exportiert zu werden.
Communal Ecologies hingegen beleuchtet eine aufstrebende Generation junger Architekt*innen, die eine ganz andere Vision verfolgen. Sie streben nach einer Architektur, die rauer, dynamischer und tief in sozialem und ökologischem Engagement verwurzelt ist. Mit einem wachsenden Interesse am Aufbau von Gemeinschaften und Netzwerken und einer Neubewertung der Verbindung der Architektur zur Natur entwickeln sie kritische Methoden für die Praxis und denken die Rolle der Architekt*innen in diesem Prozess neu. Angesichts des Mangels an Möglichkeiten im traditionellen Wohnungsbau aufgrund des wirtschaftlichen Niedergangs Japans und eines gesteigerten Bewusstseins für ökologische Herausforderungen durch häufige Naturkatastrophen entwickelt diese Generation von Architekt*innen innovative Strategien, um sich mit dem bestehenden Wohnungsbestand auseinanderzusetzen und Herausforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit, Wiederverwendung und Umgestaltung anzugehen.
Communal Ecologies enthält eine Sammlung von Interviews, in denen prominente Persönlichkeiten dieser Generation vorgestellt werden, begleitet von Dokumentationen des Architekturfotografen Marc Goodwin sowie Essays von aufstrebenden japanischen Wissenschaftlern. Das Buch vermittelt ein frisches und differenziertes Verständnis der japanischen Architekturszene und deutet gleichzeitig das Potenzial an, die traditionelle Rolle von Architekt*innen zu hinterfragen.
Media coverage of Japanese architecture the past twenty years has largely been dominated by the works of SANAA, Sou Fujimoto, Jun’ya Ishigami and their contemporaries. Their skillfully designed, ethereal white spaces and structures, have proved well suited to being exported in an increasingly visual culture.
Communal Ecologies, on the other hand, highlights an emerging generation of young architects pursuing a very different vision. They strive for an architecture that is rougher, more dynamic, and deeply rooted in social and ecological engagement. With a growing interest in community and network building, and a reevaluation of architecture’s connection to nature, they are developing critical methodologies for practice, and are reimagining the role of the architect in the process. Faced with a lack of opportunities in traditional housing design due to Japan’s economic decline, alongside a heightened awareness of ecological challenges brought on by frequent natural disasters, this generation of architects are crafting innovative strategies to engage with the existing housing stock and address challenges related to sustainability, reuse and transformation.
Communal Ecologies comprises a collection of interviews that introduce prominent figures from this generation, accompanied by documentation by architectural photographer Marc Goodwin as well as essays by emerging Japanese scholars. This book presents a fresh and nuanced understanding of the Japanese architecture scene, while also hinting at the potential in questioning the traditional role of the architect.